Basiswissen Hufgesundheit

Gute Hufbearbeitung ist viel mehr, als nur "Nägel schneiden". Sie richtet sich nach den physiologischen Gegebenheiten und dem individuellen Lifestyle des Pferdes und ist für die langfristige Gesunderhaltung unserer Gefährten absolut lebensnotwendig.

Die Gesundheit des Gesamtorganismus eines jeden Pferdes steht und fällt mit seiner Hufgesundheit! Und gesunde, also natürlich funktionale Hufe sind jedem Pferd erst einmal angeboren. Und jedes neu geborene Pferdchen benötigt zum Erhalt seiner vier gesunden Hufe vom ersten Tag seines Lebens an genauso viel freie Bewegung auf vielseitigen Untergründen, wie ein ausgewachsenes Pferd und in den allermeisten Fällen auch bald Unterstützung durch anatomisch korrekte Hufbearbeitung des Menschen. Denn alle Hufprobleme entstehen erst dadurch, dass wir Menschen die Pferde dauerhaft auf begrenzten Flächen halten und damit das natürliche Gleichgewicht, dass zur Erhaltung gesunder Hufe nötig ist, stören. Sind die Hufe über einen längeren Zeitraum hinweg nicht funktional und im natürlichen Gleichgewicht, wird das Pferd mannigfaltige gesundheitliche Probleme bekommen. Hufe sind in ihren Funktionen, als sehr wichtige und hoch komplexe Organe zu verstehen. Sie fungieren als Ausscheidungsorgane  und helfen dabei, das Blut aus den langen Beinen wieder nach oben zum Herzen zu fördern. Schon durch geringfügige Fehlstellungen der Hufe, werden über die Sehnen und Muskelketten im ganzen Pferdekörper Verspannungen und Blockaden hervorgerufen. Ich möchte euch mit diesem Beitrag ganz einfache, aber immens wichtige Grundlagen über die Anatomie von Hufen mitgeben und worauf ihr einfach generell achten solltet. Ihr müsst unbedingt selbst ein gewisses Verständnis und einen Blick dafür entwickeln, wie es um die Hufe eurer Pferde steht.

Natürliche Stoßdämpfung

 Bei einem funktionalen Huf in der Bewegung, dehnt sich die Hornkapsel jedes mal beim Auffußen um ein paar Millimeter aus, die Sohle nähert sich dadurch etwas dem Boden an, der Strahl dient dabei als Stoßdämpfer. Diese Stoßdämpfung kann aber nur stattfinden, wenn der Strahl Bodenkontakt hat. Ist dies nicht gegeben, zum Beispiel weil die Trachten viel zu hoch sind, gehen sämtliche Stöße beim Laufen direkt und voll in die Gelenke 

Vier zusätzliche Herzen - Blutpumpe

 Durch die Ausdehnung des Hufes und dank der Schwerkraft füllt sich das Netz aus Äderchen in der Lederhaut mit viel nährstoffreichem Blut. Beim Abfußen zieht sich der Huf wieder zusammen und pumpt so das Blut im Kreislauf wieder die Beine nach oben in Richtung Herzen. Auf Dauer wäre das Herz allein nicht stark genug, das Blut aus den weit entfernten Enden der Extremitäten selbst wieder hochzuholen. Es ist nicht viel, was da pro Schritt an Blutumtrieb stattfindet. Aber wenn man bedenkt wie viele Schritte freie Pferde täglich und stetig. eigentlich laufen bei ihren Wanderungen auf der Suche nach Nahrung und Wasser, dann wird einem vllt. ansatzweise klar, wie wichtig stetige, freie Bewegung für unsere Hauspferde ist.

Ausscheidungsorgan Huf

Wie schon erwähnt, mit dem Blut gelangen Nährstoffe, ausscheidungspflichtige Stoffe und Giftstoffe in die Hufe und werden dort in Form von „Stoffwechselprodukten“ als Hornsubstanz ausgeschieden. Um so besser die Blutversorgung in den Hufen ist und um so mehr Schritte das Pferd täglich tut, um so mehr Hufhorn wird es produzieren

Flexibles Tastorgan

Pferde mit gesunden Barhufen erfühlen ihren den Untergrund, auf dem sie sich fort bewegen, wodurch sie ihre „Art zu gehen“ an den jeweiligen Untergrund anpassen. Soll heißen, ist der Boden eventuell rutschig oder bröckelig, werden sie von vornherein vorsichtiger laufen, um Unfälle und Verletzungen zu vermeiden. Tragen sie Eisen, Hufschuhe oder haben mächtig unphysiologische Barhufe, „donnern“ sie meist ohne zu Zucken über jeden Untergrund, weil sie in den Hufen schlicht viel weniger bis gar nichts spüren. Das liegt einerseits daran, dass der Huf selbst nie den Untergrund berührt, zum anderen aber auch an der nicht funktionierenden Blutpumpe. Durch die mangelnde Durchblutung sind die Hufe taub, genauso wie, wenn uns die Hand dauerhaft "einschläft". 

Anatomie

Das Hufbein ist der Knochen, der dem Huf nach außen hin seine natürliche Form diktiert. Ein wichtiger Fakt ist, es liegt natürlicher Weise mit seiner sichelförmigen Unterseite parallel zum Boden. Von der Seite betrachtet hat das Hufbein eine dreieckige Form und wenn man es in der Mitte durchschneidet, wirkt es im Querschnitt, als würde es auf der Spitze stehen. Tut es aber nicht.
Das Hufbein ist ummantelt von einer sehr stark durchbluteten Haut,  der sogenannten Lederhaut (Lamellenlederhaut, Sohlenlederhaut, ...). Der Körper transportiert mit dem Blut allerlei Stoffwechselprodukte in die Lederhaut, welche diese „Baumaterialien“ als Hufhorn ausscheidet, genauso wie die restliche Körperoberfläche Haare bzw. Fell. Für uns sind das dann die von außen sichtbare Hornkapsel, die Sohle, der Strahl und die Eckstreben. Die inneren und äußeren Strukturen werden durch "Klebehorn" fest und gleichzeitig hoch elastisch verbunden. Für uns sichtbar ist dieses Klebehorn von der Sohlenansicht, als sog. weiße Linie.
Die gesamten Hornstrukturen wachsen in Röhrchenform von ihrem Ursprung, der entsprechenden Lederhautregion, geradlinig und gleichmäßig vorwärts-abwärts. Wenn über längere Zeiträume ein Huf stark vom anatomischen Optimum abweicht, wirken die Gewichts- & Beschleunigungskräfte, die ständig auf so einen Huf einwirken, deformierend. Das heißt, die Hornröhrchen verbiegen sich unter der Last. Das ist einfache Physik, Kräfteberechnung, Hebelgesetze. Ein Beispiel dafür sind  untergeschobene Trachten. Die Trachten sind die Hornröhrchen am Huf, wo die äußere Hufwand am Ballen umknickt und in die Eckstreben übergeht. Auf den Trachten und auf dem hintersten Drittel Strahl landet ein Pferd beim Auffußen zuerst, wie wir Menschen mit der Ferse zuerst landen beim Gehen. Darum sollte beides auf einer Höhe sein, und nicht wie bei vielen Pferden mit zu hohen Trachten, dass der Strahl nie Bodenkontakt bekommt oder wo sich die überlangen Trachten schon einige Zentimeter flach liegend vor den Ballen geschoben haben. Hier wird der Strahl schon allein wegen der Nicht-Benutzung verkümmern. Aber auch weil hier in jedem Fall eine Hufzwang-Situationgegeben ist, welche eine vernünftige Blutversorgung des Hufes verhindert. Die Eckstreben, jeweils seitlich der Strahlfurchen, sorgen für Formstabilität des Hufes. Sie dürften im entlasteten Zustand des Hufes keinen Bodenkontakt haben, sollten sich auf Sohlenniveau befinden. Stehen die Eckstreben markant heraus und sind auch noch so lang wie der gesamte Strahl, verursacht das beim Pferd auf jeden Fall Schmerzen, denn das harte Eckstrebenhorn wird zwischen dem Boden und dem Gewicht des Pferdes in die lebenden Strukturen im Huf gedrückt, wie ein dicker Stein im Schuh. Die Hufsohle sollte immer ein Gewölbe aufweisen und gleichmäßig eben, glatt und ohne Huckel sein. Die Tiefe des Gewölbes muss aber zu den Bodenverhältnissen passen, auf denen das Pferd lebt. Auf gar keinen Fall aber darf die Sohle "voll" sein. Dann kann nämlich auch kein Hufmechanismus stattfinden.

Hufbeine in verschiedenen Ansichten. Das hinterste stammt von einem erwachsenen Pferd und ist massiv abgebaut und deformiert durch Hufeisen. Die anderen drei stammen von Fohlen und Jungpferden.

Hufbeine mit Lederhaut überzogen, aus ihren Kapseln gelöst. Ihr seht die "Aufhängung", welche maßgeblich durch Deformationen der Kapsel geschädigt wird. Die Aufhängung besteht aus den "Fleischlamellen" der Lederhaut. Diese Fleischlamellen produzieren die Hornlamellen. Fleisch- und Hornlamellen sind ineinander verzahnt und bilden eine hoch feste, elastisches Verbindung, die so stark ist, problemlos ein Vielfaches des Pferdegewichtes bei maximaler Belastung des Hufes (Einhandstand im Galopp oder Sprung) zu halten - Ein ganzes, natürliches Pferdeleben lang, also zwischen 30 - 40 Jahren.

Ein Kadaverhuf mit massiven Hufrehe-Befund und Hufbeindurchbruch aus der Kapsel gelöst. Ihr seht die Lederhaut des Kronwulstes (an dieser Stelle wird das äußere Wandhorn produziert), die Lederhautlamellen/ Fleischlamellen (welche die Hornlamellen und das Klebehorn produzieren) und die (gräulich gefärbte, weil zu Lebzeiten abgequetschte) Sohlenlederhaut (welche das Sohlenhorn produziert).

Die "Aufhängung" ganz nah. V.R.n.L: Hufbein (Knochen), Lamellenlederhaut mit Fleischlamellen, also die rosa Tentakel, diese bilden die Hornlamellen, also die weißen Tentakel und das ganze weiße Hornmaterial bis zur pigmentierten Hufwand ganz links.

Längsschnitt mittig durch einen Huf. In etwa das sieht man auf einem Röntgenbild von der Seite. 

Querschnitt durch einen Huf mit massiv überwachsenen Eckstreben. Linke Seite wurde bearbeitet, Rechte Seite nicht. Das Gewölbe und die äußeren Hornröhrchen sind stark hoch gedrückt, der Huf sehr Eng, das Hufbein seiltich abgebaut, die Eckstreben drücken in den Huf hinein auf den Bereich der "Hufrolle" und sorgen für Schmerzen sowie den verkümmerten Strahl.

Wie schon erwähnt, mit dem Blut gelangen Nährstoffe, verbrauchte Stoffe und Giftstoffe in die Hufe und werden dort in Form von „Stoffwechselprodukten“ als Hornsubstanz ausgeschieden. Um so besser die Blutversorgung in den Hufen ist und um so mehr Schritte das Pferd täglich tut, um so mehr Hufhorn wird es produzieren. Alles Horn, also Hufhorn und Fell sowie Schweif-und Mähnenhaar sind, grob gesagt, gemacht aus Eiweiß, Proteinen, Aminosäuren. Kann man nennen wie man will, bleibt aber das Gleiche. Eiweiß findet sich vermehrt in frischem, saftigen Gras und in den Samen reifer Gräser, welche z.B. mit Hafer und Hanfsamen ersetzt werden können. Vor allem zur Fellwechselzeit hat das Pferd einen erhöhten Eiweißbedarf. Um so mehr Fell ein Pferd produziert, um so mehr Eiweiß braucht es. Ich denke da besonders an alle "diätisierten" Pony-Rassen wie Tinker und Shetties, die zum Winter hin wirklich einen hohen Bedarf haben. Kann das Pferd diesen Bedarf nicht durch Futter von außen decken, holt der Körper sich die nötigen Nährstoffe aus den eigenen Zellen. Bis zu einem gewissen Grad ist das auch normal und okay. Denn zuerst wird sich aus den „oberflächlichen“ Zellspeichern bedient, dem Schwabbelspeck z.B., danach geht es in tiefer gelegene Speicher, wie die Muskulatur, die man ja eigentlich aufbauen will und nicht abbauen. Kommt dann immer noch nichts an Nährstoffen rein, geht der Körper in die Zellen der Knochen und der Organe. Und das ist dann richtiger Raubbau. Wenn der Pferdekörper nun also schon über längere Zeit vom Menschen auf eine Zwangs-Diät gesetzt wurde, braucht man sich über kaum wachsendes Hufhorn, schlechte Hornqualität sowie generelle Bewegungsunlust, Schlappheit (Faulheit) und solche Sachen nicht wundern. Gleiches gilt für Pferde die z.B. nach einer schweren Kolik Probleme mit dem Verdauungstrakt haben. Wenn der Darm so gestört bzw. geschädigt ist, dass er das Futter nicht aufspalten kann, dann kommt auch nicht viel verwendbares in den Hufen an. Zusammengefasst: Eine funktionale Hufform, die Möglichkeit und genügend Anreize für stetige und freie Bewegung und die Bereitstellung von genügend natürlichen Futter (allein das Pferd kann wissen, wie viel es benötigt!) bewirken, dass das Hufhorn in passender Menge und Qualität nachwachsen kann.

Unterschiedliche Hufformen und Deformationen

In welcher Art und Weise sich ein Huf deformiert, in welche Form er gepresst, gequetscht oder gezogen wird, ist von mehreren Faktoren abhängig. Maßgeblich ist aber wohl ein genetischer Faktor (rassebedingt unterschiedlich), der im Grunde die Hufgröße, besser gesagt den Durchmesser des Hufes bestimmt.  Hufe mit eher kleinem Durchmesser im Vergleich zur Körpergröße werden eher hoch und eng (Typisch für Shettys & Araber). Typische "breithufige" Rassen sind Tinker und Kaltblüter. Im Zusammenspiel mit den Böden, auf denen sich das Pferd ab dem Zeitpunkt seiner Geburt bewegt und der Bewegungsmenge, wird der Huf geformt. Aber weder ein steiler, hoher Huf, noch ein breiter, ausgelatschter sind physiologisch und gesund. Es sind Deformationen, die dem Pferd Schmerzen und gesundheitliche Probleme verschaffen, die es zu beheben gilt!

Beispiele von deformierten, kranken, schmerzenden Hufen

Beispiele funktionaler, bequemer Hufe

Ein Pferd mit bequemen Hufen, steht auf hartem Boden in der Regel senkrecht, also schön gerade auf seinen Beinen. Vor allem von der Seite gesehen, wie hier am Beispiel meiner Rafah. Schiebt das Pferd seine Gliedmaßen vor oder hinter die Senkrechte oder erkennst du einen Knick in der Knochenachse, deutet das auf Unwohlsein oder sogar Schmerzen in den Hufen hin.

Abszesse (Hufgeschwüre)

Abszesse in den Hufen sind in der Regel die Folge von Quetschungen oder Zerrungen der Huflederhaut. Das betroffene Gewebe wurde so sehr verletzt, dass es abstirbt. Ähnlich, wie wenn wir uns den Finger in einer Tür einklemmen und es unter dem Fingernagel dann schwarz wird. Nur sind Lederhaut und Hornkapsel beim Pferd viel mehr Belastung ausgesetzt und haben eine viel größere Bedeutung und wichtige Aufgaben zu erfüllen für den Gesamtorganismus, als unsere Nägel. 
Die Hornkapsel liegt wie angegossen, sehr eng um die Huflederhaut. Wenn der Körper nun abgestorbene Bereiche von Huflederhaut abkapselt und für die Ausleitung zersetzt, also in einen sog. Abszess umwandelt, dann ist das ein unangenehmer Prozess, da das unter Entzündung (vermehrter Stoffwechsel) und hohem Umgebungsdruck stattfindet. Das Pferd zeigt Lahmheit auf dem betroffenen Huf oder will gar nicht mehr auftreten.
Kleine Abkapselungen resorbiert der Körper. Größere werden durch den Hufmechanismus (das Pferd muss auch im Schmerz immer laufen)  langsam nach außen gequetscht, bis er sich "öffnet" und  zwischen zwei verschiedenen Hornarten raus kommt.  Oft sind es der Bereich am Ballen, an den Eckstreben und am Kronrand. Es gibt aber auch großflächige Sohlenabszesse.

Abszesse sollten bitte niemals absichtlich aufgepult werden. Durch die Öffnung eines unreifen Abszesses können durch den Kanal leicht Krankheitserreger bis zur stark durchbluteten Lederhaut gelangen und dann hat man die schnell in der Blutbahn.

Man kann das Pferd aber mit blutverdünnenden und  schmerzlindernden Pflanzen(teilen) wie. z.B. Mädesüß und Weidenrinde unterstützen, sowie Hufbädern (Apfelessig im Wasser erhöht den Einweicheffekt) und man kann und sollte das Pferd im Schritt bewegen, wenn es das von allein zu sehr vermeidet, damit Hufmechanismus stattfindet. Jeder Schritt schiebt den Abszess ein Stückchen näher an den Ausgang.

Der Vorgang kann von wenigen Tagen bis zu 2-3 Wochen andauern.

Beim Umstellen der Hufbearbeitung kommt es oft vermehrt zu Abszessen. Wenn wir SHP`s bearbeiten, entfernen wir deutlich mehr Horn als es viele andere Bearbeiter tun. Dadurch ermöglichen wir ein Vielfaches an Durchblutung in der Huflederhaut. Durch diese vermehrte Durchblutung entdeckt der Organismus erst die abgestorbenen Bereiche Lederhaut im Huf und fängt dann an, diese in Abszesse umzuwandeln. Also seid bei der Umstellung der Bearbeitung immer darauf vorbereitet.

Sohlenabszess bei einem Kaltblut

Dieser Huf weitet sich im Ballenbereich. 

offener Ballenabszess 

Offener Ballenabszess

"Fühlig" laufen

Wenn ein Pferd "fühlig" läuft, kann das verschiedene Ursachen haben. 

Wenn es auf weichem Untergrund wie Wiese gut läuft, aber auf der betonierten Stallgasse rumstakst, dann drücken ihm wahrscheinlich die überwachsenen Eckstreben von unten. Ein Thema der Bearbeitungsweise oder der Intervalle.

Wenn es auf sauberen, glatten Betonboden noch gut läuft, aber auf Boden mit Steinchen nicht mehr, dann ist es das Gefühl nicht gewohnt. Die Nerven in den Hufen sind überreizt mit den Unebenheiten und Steinchen, als wenn wir selbst nur ab und zu mal eben 10 Meter barfuß über Schotter laufen. Pferde können generell nur gut auf Untergründen laufen, auf denen ihr alltägliches Leben stattfindet. Das ist also ein Thema der Haltungsbedingungen.

Wenn das Pferd auch auf der Weide kaum laufen mag, hat es wahrscheinlich ein akutes Problem in den Hufen, in Form von einem brodelnden Abszess oder einem leichten Hufreheschub. 

Es kann auch sein, dass ein Pferd nach der frischen Hufbearbeitung fühlig läuft. Meiner Erfahrung nach liegt das dann entweder an Bearbeitungsfehlern (da drückt noch was) oder die Intervalle sind zu lang und damit ist die Veränderung durch die Bearbeitung zu groß, was zu dem Pferd Unwohlsein bereitet. 

Strahlbeinsyndrom / Hufrollenerkrankung

coming soon.....

Hufrehe

coming soon.....

Röntgenbild: Separation der Hornkapsel vom Knochen in Zehenbereich (Rotation)
Der Knochen, also das Hufbein ist deutlich abgebaut 

Röntgenbild: Separation der Hornkapsel vom Knochen in Zehenbereich (Rotation)
Der Knochen, also das Hufbein ist deutlich abgebaut 

Schnitt durch Tothuf: Separation der Hornkapsel vom Knochen in Zehenbereich (Rotation)
Der Knochen, also das Hufbein ist deutlich abgebaut und hat eine sog. Skispitze

Vergleich: Links: leicht abgebautes Hufbein und hochgedrückte Zehenwand 
Rechts: gesunde Situation 

Gezerrte Hornlamellen und Einblutungen an bearbeitetem Rehehuf

Meine Arbeit als Barhufpflegerin 

... umfasst die Wiederherstellung und Erhaltung von gesunden, funktions- und leistungsfähigen Barhufen. Dazu gehört die Korrektur von Fehlstellungen, Schiefen, Bockhufen, platten Tellerhufen, untergeschobenen Trachten, Zwanghufen, Rehehufen, Heilung von Strahlbeinsyndrom/ Hufrollenerkrankung, Umstellung auf Barhuf, ...

Ich bin sehr geduldig und nicht ruppig mit den Pferd'chen und komme auch gut mit schwierigeren Kandidaten klar. Eine absolute Grundvoraussetzung für mich ist allerdings, dass die Pferde, die ich betreue, ganzjährig, Tag und Nacht in einem vernünftig strukturierten Offenstall leben, der einen der Spezies Pferd angemessenen Tagesablauf ermöglicht.

Die Bearbeitungsintervalle richten sich nach der individuellen Hufsituation und den Gegebenheiten am Stall. Die Meisten meiner Kundenpferde schaffen nach einiger Zeit problemlos Intervalle von 6-8 Wochen.

Ich arbeite im Münsterland, im Raum Coesfeld, Ahaus, Borken.

Die Kosten für eine Bearbeitung belaufen sich pro Pferd auf 50 Euro, für Shettys 35 Euro, 80 Euro für Kaltblüter. Dazu kämen die Kosten für die Anfahrt ab 15 km um meinen Wohnort.

Ich komme auch gerne für ein Kennenlern-/ Beratungsgespräch bei euch vorbei (Preis nach Absprache).

Erstkontakt am besten per WhatsApp über die 0162/2305226.

Auf Mission ... ;) 

600 Kilo-Jungpferd das erste Mal mit Schleifmaschine 

Rehe-Shetty mit bequemer Unterlage für die schmerzenden Hufe 

Manche schlafen auch einfach ein ;) 

Beispiel von Eckstreben, die flach auf der Sohle liegen. 

Massiv zu hohe Trachten und Eckstreben. Rechts wärend der Bearbeitung. Die physiologische  Hufhöhe ist hier immer noch nicht erreicht.

26-jg. Bockhuf, links nach der 4. Bearbeitung, rechts nach der ersten. Man erkennt deutliche Entspannung im ballen, sowie die Farbveränderung von gelb zu weiß. Gelb deutet auf Entzündung hin.

 

Vorderhufe eines ehemaligen Galopprennpferdes, Links bearbeitet, Rechts noch unbearbeitet.

Korrektes Kürzen der Zehenlänge und herstellen einer bequemen Hufform. 

Fertig bearbeiteter Rehe-Huf bei einem Shetty